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Der Schlusspunkt unters Jubiläum

Der Musikverein und mehrere Chöre aus Oberschopfheim haben am Sonntag gemeinsam ein großartiges Konzert gegeben.

FRIESENHEIM-OBERSCHOPFHEIM. So einmalig, wie das Jubiläum "1250 Jahre Oberschopfheim" mit all seinen Höhepunkten war, so einmalig war das Kirchenkonzert am Ende des Festjahres. Es war eine Uraufführung von Musikverein und Oberschopfheimer Chören, die erstmals gemeinsam an einem Sonntagabend in der Pfarrkirche auftraten. Erst recht mit dem Schlusslied "Halleluja" von Georg Friedrich Händel krönten die über 150 Musiker und Musikerinnen, Sänger und Sängerinnen das erfolgreiche Jahr mit einer Meisterleistung.

Aus allen Himmelsrichtungen sind am Sonntag kurz vor 18 Uhr die Besucher in die Sankt-Leodegar-Kirche geströmt. Wer zu spät kam, musste auf eigens postierten Seitenbänken Platz nehmen. Die Kirche war bis zum letzten Platz besetzt, alle waren gespannt auf das Mit- und Zusammenwirken von Musikverein, Kirchenchor, Chorgemeinschaft und dem Kinderchor der Grundschule, den Lohbachspatzen. Das Resümee vorweg: Das Konzert war klasse!

"Gerade die Musik hat ihre eigene Kraft und Stimme, sie kann mehr aussagen als Worte." Pfarrer Steffen Jelic spannte in seiner Begrüßung den Bogen zur besinnlichen Adventszeit, der Ankunft von Jesu. Das musikalische Programm ließ keine Wünsche offen. Sowohl Martin Groß an der Orgel mit "Introitus Fantasie & Fuge As-Dur", nach einem Thema von Georg Friedrich Händel, als auch die Lohbachspatzen der Grundschule, fanden ihre Bewunderer. Die herzerfrischenden Kinderstimmen sangen unter Leitung von Rektorin Cordula Hollerbach-Malutzki Adventslieder wie "Helft alle mit" oder "Kerzen im Advent". Nahezu 100 Sängerinnen und Sänger aller Generationen der mitwirkenden Oberschopfheimer Chöre standen hernach zum gemeinsamen Lied "Engel lieblich singen" im Altarraum. Ein Kirchenkonzert ohne Sibylla Haag ist undenkbar. Ihre außergewöhnliche Stimme setzte die Sopranistin bei Kompositionen von Händel und Mozart in Szene. Nachdenkliche, stille und leise Töne waren im Repertoire der Chorgemeinschaft unter Leitung von Peter Kupfer zu hören. "Meine leisen Lieder" und "Wieder ist Weihnacht" stimmten alle auf das bevorstehende Fest ein. Bei "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit", dem vielleicht populärsten Adventslied, griffen die Konzertbesucher zu ihren Liedblättern.

Nach 90 Minuten fällt der letzte Vorhang des Jubiläums

Nicht nur als Chorleiter des Kirchenchores Oberschopfheim setzte sich Martin Groß an diesem Abend in Szene, er wanderte immer wieder hoch auf die Bühne, um an der Orgel einer weiteren musikalischen Stilrichtung, dem Gospel, zu huldigen. Ebenfalls ein Hörgenuss der besonderen Art war, als Markus Göpper seinen Taktstock beim Blasorchester erhob und den einfühlsamen Titel "Abide with me" dirigierte. Der Kirchenchor Oberschopfheim hatte mit "Es klingen nun von fern und nah" sowie "Brecht auf, macht Euch bereit" zwei christliche Lieder passend zur Adventszeit ausgewählt. Ihren besonderen Beitrag leisteten Reinhard Krämer an der kleinen Orgel und Sophia Duffner an der Violine. Als alle Konzertbesucher nach 90 Minuten aufstanden und dankbar kräftig applaudierten, fiel der letzte Vorhang angesichts der Jubiläumsveranstaltungen im Jahr 2013. Ortsvorsteher Michael Jäckle, diesmal in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Fördervereines 1250 Jahre Oberschopfheim, bedankte sich für die Mithilfe aller Vereine, der Kirchen, Schulen und Kindergärten in diesem denkwürdigen und einmaligen Jahr.

Für das Entgegenkommen der Pfarrgemeinde – sie überließ während der monatelangen Theaterproben den Pfarrsaal kostenlos – überreichte Michael Jäckle Pfarrer Steffen Jelic sowie dem Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Karl-Hermann Beiser einen symbolischen Scheck über 10 000 Euro. Dieser Geldbetrag soll ein Grundstock sein für die geplante Renovierung der Leutkirche. Dass viele Spenden bei den veranschlagten Kosten von 330 000 Euro notwendig sind, betonte Steffen Jelic in seinen Dankesworten. Das Konzert hat sich auf jeden Fall gelohnt, denn die Kirchenbesucher warfen weitere Münzen und Scheine in den Spendenkorb.

Es war ein Abend der Dankesworte. So nahm zuletzt Willi Ehret das Mikrofon in die Hand, um dem "Vater des Erfolges des Jubiläumsjahres", Ortsvorsteher Michael Jäckle, ein großes Lob für seine Arbeit auszusprechen. Die Besucher folgten ihm und erhoben sich spontan zum Applaus.

Alle bisherigen Beiträge zur 1250-Jahr-Feier, dazu viele Fotos gibt es im Online-Dossier unter http://mehr.bz/1250
Der Musikverein, der Kirchenchor und die jugendlichen Lohbachspatzen der Grundschule Oberschopfheim haben beim eindrucksvollen Jubiläumskonzert am Sonntagabend ihr Können hören lassen.
Willi Ehret (links) und Michael Jäckle mit dem Scheck für die Renovierung der Leutkirche. Foto: Barbara Röderer
 

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