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Presseberichte zur 1250-Jahr-Feier

KOMMENTAR: Die Latte liegt jetzt hoch

Das Oberschopfheimer Festwochenende zur 1250-Jahr-Feier war fraglos ein großer Erfolg. Und zwar nicht nur gemessen an den stattlichen Besucherzahlen. Es war auch ein Gewinn für die Dorfgemeinschaft. An Themenhöfen, bei Tänzen und Aktionen sowie beim Umzug konnte jeder spüren, dass hier alle an einem Strang ziehen. Bereits im Vorfeld wurde allseits das gute Miteinander im Ort gelobt, die engen Beziehungen zwischen den Vereinen und innerhalb der Gruppen. Es waren nicht nur hohle Floskeln. Hinzu kam eine nahezu perfekte Organisation in den zurückliegenden Wochen und Monaten. Nun liegt die Latte für die folgenden Ortsteiljubiläen hoch. In Oberweier wird 2014 die Ersterwähnung vor 950 Jahren gefeiert. Es wäre schön, wenn sich auch hier möglichst viele Bürger einbringen. Täuschen die Zeichen nicht, dann könnte es schon beim Theaterstück schwieriger werden als in Oberschopfheim. Dort waren alle Rollen binnen kürzester Zeit vergeben. In Oberweier gab es bereits mehrere Aufrufe. Aber noch ist alles möglich. 2016 folgen dann Friesenheim und Heiligenzell mit ihrer gemeinsamen 1000-Jahr-Feier. Man hat es bereits hier und da munkeln hören, dass die beiden Orte nicht nochmal auf das Mittelalter-Thema setzen wollen, sondern moderner daherkommen wollen. Kein schlechter Plan. Denn bis dahin könnten sich viele an Gauklern, Burgfräulein und Rittern sattgesehen haben, so schön sie auch anzusehen sind.

 

»Hoffnung ist aufgegangen«

Bilanz des großen Ortsjubiläums von Oberschopfheim fällt rundum positiv aus / Alles friedlich

Ein schönes und friedliches Fest – so lautet die Bilanz der 1250-Jahr-Feier von Oberschopfheim.
Zwei Tage lang hat Oberschopfheim sein Ortsjubiläum gefeiert. Alles lief rund. Es gab keinerlei Zwischenfälle, und auch das Wetter hätte für ein solches Großereignis nicht besser sein können. Antje Massa, die für die Öffentlichkeitsarbeit und damit für hohe Besucherzahl gesorgt hatte, ist rundum zufrieden.

Friesenheim-Oberschopfheim. Zwischen 3000 und 5000 Besucher am Samstag und 7500 zahlende Gäste am Sonntag, dazu 13000 Umzugsteilnehmer – die Bilanz der 1250-Jahr-Feier von Oberschopfheim kann sich sehen lassen. Doch nicht nur zahlenmäßig war es ein gelungenes Ortsjubiläum, denn auch die rund 1200 Helfer sind durchweg begeistert – trotz der vielen Arbeit.

»Ich weiß gar kein passendes Wort, das meine Freude über das gelungene Fest so wirklich ausdrücken könnte«, sagt Antje Massa, die bei den Vorbereitungen der 1250-Jahr-Feier für die Öffentlichkeitsarbeit und am Rande auch für Sponsoring und Marketing zuständig war. Von Freitag auf Samstag habe sie noch schlecht geschlafen, von Samstag auf Sonntag dann gut.

»Da war dann klar, dass alles läuft und das Fest gut besucht sein wird«, berichtet sie vom Wochenende.

Besonders freut sich Antje Massa – und mit ihr der ganze Ort – über den ruhigen Verlauf der beiden Festtage. »Es gab keine Ausschreitungen, alles war sehr friedlich«, zieht sie Bilanz. Das bespreche aber nicht nur für eine gute Organisation, sondern auch für die »Qualität der Besucher«. Und auch innerhalb der riesigen Helfergruppe habe es keine bösen Worte gegeben; selbst in den letzten hektischen Tagen, als schon manches Mal die Nerven blank gelegen hätten, sei der Umgangston angemessen gewesen.

»Wir werden die Erinnerung immer in uns tragen«, ist sich Antje Massa sicher. Den Oberschopfheimern werde es sicherlich nicht anders gehen als der Schutterner Bevölkerung, die auch heute noch von ihrem großen Ortsjubiläum zehrt.

»Geschafft; nun ist Zurücklehnen angesagt«, freut sich Massa auf die nächsten ruhiheren Tage. Denn schon ist in Oberschopfheim nahezu alles vom Fest aufgeräumt. Allerdings wird die Ruhe nicht für alle Oberschopfheimer lange anhalten. Schließlich stehen im Oktober sechs Aufführungen des Theaterstücks, das anlässlich des Jubiläums einstudiert wird, im Terminkalender. Insgesamt sind darin wiedrum rund 40 Personen, die auch schon in den vergangenen Monaten, Wochen und Tagen für das Fest engagiert waren, eingebunden. »Dass auch nach so einem riesigen Fest noch Kraft für weitere Dinge da ist, ist nur dem guten Miteinander und der vorbildlichen Zusammenarbeit der Vereine zu verdanken. Sonst wäre so etwas nicht möglich«, sagt Antje Massa.

 

»Wir schreiben Geschichte«

1250 Jahre Oberschopfheim: Jubiläum im mittelalterlichen Ortskern zog tausende Besucher an

Nach den Böllerschüssen zog Ortsvorsteher Michael Jäckle mit Gattin Simone am Arm auf der Festmeile ein und eröffnete die 1250-Jahrfeier in Oberschopfheim. <br />(Foto: Anja Rolfes)

Nach den Böllerschüssen zog Ortsvorsteher Michael Jäckle mit Gattin Simone am Arm auf der Festmeile ein und eröffnete die 1250-Jahrfeier in Oberschopfheim.
Die ganze Vorbereitung hat sich gelohnt. Oberschopfheim feierte am Wochenende ein fulminantes Jubiläumsfest. Die Reise zurück in frühere Zeiten wollten sich tausende Menschen nicht entgehen lassen.

Friesenheim-Oberschopfheim. Kämpfende Ritter und Frauen in langen Gewändern – gar seltsame Gestalten waren am Wochenende in Oberschopfheims Ortskern unterwegs. 1250 Jahre feierten die »Scopfheimer« und versetzten Bürger und Besucher ins Mittelalter zurück. Aber nicht ins finstere. An beiden Tagen waren nur fröhliche Gesichter zu sehen. Tausende strömten zur Festmeile, um sich nur ja keine der Attraktionen in den 19 Themenhöfen entgehen zu lassen.
Eröffnet wurde der rauschende Reigen am Samstagnachmittag mit einem Knall – besser gesagt mit drei. Ohren zuhalten war bei den rauchenden Böllerschüssen der Heckergruppe Offenburg angesagt. Danach schritt Ortsvorsteher Michael Jäckle mit Gattin Simone am Arm würdevoll und winkend die Straße zum Dreiangel he­runter. Die rote und die pinkfarbene Robe strahlten mit dem blauen Himmel um die Wette. Im Schlepptau: Bischof Eberhard (alias Eberhard Walter), der später die Urkunde verlas, in der das Dorf 763 erstmals erwähnt wurde. Das Fass wehrte sich anfangs gegen Jäckles Schläge. Dann floss das Freibier.
Je tiefer die Sonne am Horizont versank, desto voller wurden die Straßen und Höfe. Bei einer Modenschau konnten die Besucher noch weiter in die vergangenen Jahrhunderte eintauchen. Auch sonst wurde allerorten etwas geboten. Ritter ließen ihre Schwerter klirren. Altes Handwerk wurde wiederbelebt. Und Musik durfte natürlich auch nicht fehlen. Beim »Buurequartett« beispielsweise standen die Menschen dicht an dicht im »Zigienereck«. »Zum Bacchuskeller« gehörte dagegen »Hans und seinen Oldies«, die extra fürs Jubiläum das »Ewerschopfener Schnatterhüpferl« geschrieben hatten.
»3000 bis 5000« Menschen feierten am Samstag, schätzte Jäckle. Und die ließen sich die gute Laune auch nicht von den paar Regentropfen vermiesen, die gegen Mitternacht fielen. Der Sonntag fing ebenfalls grau an. Doch die besorgten Mienen hellten sich wie der Himmel bald auf. Beim Start des historischen Umzugs um 14 Uhr schien das Dorf aus allen Nähten zu platzen. Gut anderthalb Stunden zogen 53 Gruppen mit rund 1500 Teilnehmern über die 1250 Meter lange Strecke. 1300 Teilnehmer waren eigentlich angekündigt gewesen. »Wir hatten in den vergangenen zwei Wochen noch einige Nachmeldungen«, sagte Organisator Martin Mußler. Der Streifzug durch die Geschichte war sehenswert. Der Blick ging nicht nur weit zurück. Karl Hermann Feißt und Philipp Röderer etwa, die letzten beiden noch lebenden Gemeinderäte des ehemals selbstständigen Oberschopfheims, repräsentierten, in einer Kutsche sitzend, die jüngere Vergangenheit. Und mit dem Musikverein Oberweier zum Abschluss ging es gar in die Zukunft. Der Fest-Stab wurde damit symbolisch an das Nachbardorf weitergereicht, das 2014 sein Jubiläum feiert.
Kurz: Die Oberschopfheimer sind ihrem Ruf gerecht geworden, dass sie gut festeln können. Sie haben die Messlatte für Jubiläumsfeiern hoch gesetzt und das erreicht, was Ortsvorsteher Jäckle bei der Eröffnung ankündigte: Sie haben »an diesem Wochenende Geschichte für Oberschopfheim« geschrieben.

 

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