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Zwei Vorstellungen sind bereits ausverkauft

Am Montag gab es erstmals Karten fürs Oberschopfheimer Jubiläumstheater - und die Menschen strömten zum Rathaus

Bereits am ersten Verkaufstag der Eintrittskarten für das Theater in Oberschopfheim drängten sich am Montagnachmittag zahlreiche Oberschopfheimer und Auswärtige vor dem Rathaus. Einige Vorstellungen waren bereits am Abend ausverkauft.

Friesenheim-Oberschopfheim. Großer Andrang herrschte am Montagnachmittag im und vor dem Oberschopfheimer Rathaus. Der erste Verkaufstag für das Theaterstück „Oberschopfheim 1677 – Vom Überleben eines Dorfes“, das anlässlich der 1250-Jahr-Feier im Oktober an neun Abenden aufgeführt wird, hatte viele Interessierte angelockt. Erste Anwärterin auf eine Eintrittskarte war Sabrina Oschwald aus Oberschopfheim, die bereits um 14.55 Uhr ihren Warteplatz vor dem Bürgersaal eingenommen hatte. „Nach meiner Erfahrung mit dem Kartenverkauf beim Silvesterball wollte ich rechtzeitig da sein, um meine Karten in Ruhe zu kaufen“, sagte sie. Ähnlich dachte auch Dietmar Jägerbauer aus Oberschopfheim, der nach rund 20 Minuten Wartezeit seine Karten ergatterte und meinte: „Für mich gehört das Theater zum Jubiläumsjahr als krönender Abschluss dazu.“

Autor und Regisseur des Theaterstücks, Christopher Kern, der sich das Spektakel am ersten Verkaufstag nicht entgehen ließ, staunte nur noch. „So etwas habe ich noch nie erlebt“, resümierte er überwältigt. „Ich schätze, dass dieses Stück die bislang meisten Aufführungen und meisten Zuschauer pro Aufführungsort haben wird“, ergänzte Kern bewegt. Seine eigene Theatergruppe „Talwind“ aus Seelbach spiele seine Stücke immer dreimal.

Marlene Schilli, gebürtige Oberschopfheimerin aus Niederschopfheim, freut sich ebenfalls auf die Vorstellung: „Es ist toll, dass ich auf diese Weise einen Blick in die Geschichte meines Heimatortes werfen kann.“ Ihr Cousin betreibe ein wenig Ahnenforschung, so dass der Bezug zur Dorfgeschichte für sie damit besonders intensiv sei.

Ebenfalls auf großes Interesse stößt das Theater bei dem erst seit rund vier Jahren bestehenden Verein der Hohberger Bühnen. Schatzmeisterin Sonja Heinzelmann hatte den Auftrag, Karten für den Vorstand zu besorgen. „Wir sind neugierig, was unser Nachbarort auf die Bühne gebracht hat und freuen uns auf die Vorstellung“, erzählte sie. Auch ein bisschen Talentsuche sei bei dem Theaterbesuch natürlich dabei.

Bereits am Abend des ersten Verkaufstages waren zwei Vorstellungen komplett ausverkauft und der bislang unveröffentlichte Ersatztermin am Sonntag, 20. Oktober, war halb verkauft. Dass das Theaterstück eine so positive Resonanz bereits im Vorfeld zeigt, hat besonders die Mitwirkenden beeindruckt, die auch den Kartenverkauf organisiert und umgesetzt haben. Oberschopfheim darf sich auf ein bis dato beispielloses Theatervergnügen freuen.

Großer Andrang vor dem Rathaus in Oberschopfheim: Viele Theaterinteressierte standen am Montagnachmittag an, um Karten für die

Aufführungen im Oktober zu erhalten. Foto: Antje Massa

 

"Aufregung beginnt nach der Generalprobe"

Regisseur und Autor Christopher Kern über das Theater in Oberschopfheim / Im Oktober geht es dann in Oberweier los

Im Oktober wird im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten zur 1250-Jahr-Feier in Oberschopfheim an acht Abenden das Theaterstück „Oberschopfheim 1677 – Vom Überleben eines Dorfes“ aufgeführt werden. Autor und Regisseur des Stücks, in dem ausschließlich Laiendarsteller aus Oberschopfheim mitspielen, ist Christopher Kern aus Oberweier. Kurz vor dem beginnenden Kartenverkauf am 9. September im Oberschopfheimer Rathaus hat sich der Lahrer Anzeiger nach der aktuellen Stimmung des Spielleiters erkundigt.

Lahrer Anzeiger (LA): Herr Kern, sind Sie schon aufgeregt?

Christopher Kern (CK): Nein, das beginnt wahrscheinlich erst nach der Generalprobe. Ab diesem Zeitpunkt bin ich nur noch Zuschauer und habe nur noch wenig Einfluss auf das Geschehen auf der Bühne.

LA: Was ist denn jetzt in den letzten Wochen vor der Premiere am 4. Oktober noch zu tun?

CK: Am Montag kamen erstmalig alle Mitwirkenden vor und hinter den Kulissen zusammen. Bisher waren die Aktiven hinter den Kulissen selbst noch nicht so nah am Stück dran. Die Damen, die für die Maske verantwortlich sind, haben in den letzten Monaten Einblicke in das Theaterschminken bekommen und die Kulissenbauer haben richtig tolle Requisiten gebaut. Das Technikteam, das für Beleuchtung und Musik zuständig ist, kommt Mitte September dazu, wenn wir nur noch Durchlaufproben, also keine einzelnen Szenen mehr, haben.

LA: Sitzt denn schon alles bei den Schauspielern?

CK: Der Text sitzt. Jetzt arbeiten wir an spielerischen Feinheiten. Außerdem haben wir bislang nur einzelne Szenen geprobt, so dass die Darsteller noch mit der Abfolge vertraut werden müssen. Deshalb brauchen wir ab sofort auch die wichtigen Personen der Technik und vom Bühnenbau. Die Darsteller müssen außerdem genau wissen, wann sie wo zu sein haben, um an der richtigen Stelle am richtigen Ort auf der Bühne zu erscheinen.

LA: Und falls einer durcheinander kommt?

CK: Dafür gibt es die wichtige Aufgabe der Inspizientin, die von Rosalinde Mathis wahrgenommen wird. Sie muss genau wissen, wer wann und wo mit welchem Kostüm sein muss und Darsteller und Kulissenbauer instruieren.

LA: Sie sprachen gerade von Musik. Was hat es damit auf sich?

CK: Ja, das ist etwas ganz Besonderes. Patrick Storz hat von sich aus angeboten, passende Musik als Einstieg, zwischen den Szenen und zum Schluss zu komponieren. Das Ergebnis ist überwältigend. So etwas hatte ich noch nie bei einer Theateraufführung – Musik, die eigens für das Theaterstück komponiert wird.

LA: Sie sind erfahrener Spielleiter. Was macht dieses Theater-Projekt in Oberschopfheim aus? Was ist typisch Oberschopfheim?

CK: Besonders angenehm empfinde ich, dass sich keiner in den Vordergrund drängt, sondern alle an einem Strang ziehen. Alle Schauspieler sind starke Charaktere, doch keiner will sich profilieren. Die Darsteller arbeiten sehr zielorientiert, haben eine hohe Motivation und es hat sich eine ungemein gute Gruppendynamik entwickelt. Ich spüre, dass den Oberschopfheimern das Jubiläum sehr am Herzen liegt – und wir nehmen den Auftrieb vom Festwochenende jetzt mit in die Vorführungen.

LA: Parallel arbeiten Sie in Oberweier an dem Theaterstück für die 950-Jahr-Feier und ihre eigene Gruppe „Talwind“ braucht sie auch. Wie kriegen Sie das alles zeitlich unter einen Hut?

CK: Die ersten Leseproben für Oberweier werden im Oktober stattfinden. Da bin ich in Oberschopfheim ja „nur“ noch am Wochenende bei den Aufführungen. „Talwind“ pausiert bis 2014, um sich intensiv auf das 20-jährige Bestehen 2015 vorzubereiten.

 

ABGEFAHREN

ABGEFAHREN und dann zerlegt wurde gestern der Nachbau der Leutkirche, der seit Mai an der Ortsdurchfahrt von Oberschopfheim stand. Das Symbol fürs Dorfjubiläum hatten Kinder und Jugendliche im Rahmen einer großen Kinder-Jubiläumsaktion der DJK gebaut. Eigentlich sollte das Leutkirchle bereits nach dem großen Festwochenende abgebaut werden, bekam aber noch etwas Schonfrist, bis es gestern Abend vom Sockel geholt wurde. (FOTO: HEIDI FÖSSEL)

 

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